Gassigehen

Die Öffnungszeiten des Hundehauses sind meist das Highlight des Tages im Leben eines Tierheimhundes. Es ist die Zeit, wo er am meisten Kontakt zu Menschen hat und endlich raus in Freie darf, um sich zu bewegen. Das ist wichtig für Hunde, gerade weil ihr sonstiger Lebensraum auf ihre Box im Tierheim beschränkt ist. Unser Hundehaus ist täglich (auch an Feiertagen!) 3 Stunden geöffnet und wir freuen uns über jede Minute Auslauf, die die Hunde bekommen. Daher sind Gassigeher jederzeit herzlich willkommen. Hier ein paar erste Infos zum Gassigehen, aber das meiste ist in ein paar Minuten vor Ort geklärt :)

Wer darf überhaupt Gassigehen?
Grundsätzlich jeder. Geführt werden darf der Hund an der Leine jedoch nur von Personen über 18 Jahren. Das Tierheim behält sich jedoch vor, die Ausgabe von Hunden auch zu verweigern, z.B. wenn jemand alkoholisiert erscheint oder es sonstige relevante Bedenken gibt.

 

Ich war noch nie im Tierheim, was muss ich dort tun?
Einfach zur Öffnungszeit in unser Hundehaus hineinschauen. Dort werden noch andere Gassigeher warten und man lernt nebenbei noch nette Menschen kennen! Dann muss man sich an den Tierpfleger wenden. Er wird beim ersten Mal nach einem Personalausweis fragen und man bekommt ein Formular zum unterschreiben. Darin verpflichtet man sich unter anderem, den Hund unbedingt angeleint zu lassen und dass niemand Minderjähriges den Hund führen wird. Bitte alles auch durchlesen! Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Dann wird man sich mit Ihnen unterhalten, um einen passenden Hund für Sie auszusuchen.

 

Ist es „gefährlich“, einen Tierheimhund auszuführen?
Zunächst wird man Ihnen im Tierheim keinen Hund mitgeben, der neu ist. Wenn ein neuer Hund im Tierheim ankommt, beschäftigen sich erstmal die Mitarbeiter des Tierheimes mit dem Hund. Sie gehen mit ihm Gassi und beobachten sein Verhalten. Nach einer gewissen Zeit wird entschieden, ob er Gassigehern mitgegeben werden kann. Das Tierheim fühlt sich hier verantwortlich sowohl für Mensch als auch für Tier!
Damit es nicht zu „Raufereien“ der Hunde untereinander kommt, wird jeder Gassigeher gebeten den Hund kurz an der Leine zu halten, wenn es zu Begegnungen mit anderen Hunden kommt oder  Spaziergänger Ihren Weg kreuzen.
Generell kann man aber auch sagen, oft sind Tierheimhunde gar nicht so viel anders als alle anderen Hunde

Viele geraten unverschuldet ins Tierheim, z.B. weil die Besitzer verstorben sind oder der Hund aus Zeitgründen weggeben wird. Sollte ein Hund wirklich verhaltensauffällig sein, wird er Gassigehern nicht mitgegeben, hier kümmern sich dann die Mitarbeiter (auch Ehrenamtliche) drum.

 

Wie lange darf ich Gassigehen?
Prinzipiell müssen Sie sich nur an die Öffnungszeiten halten. Jedoch werden Sie darauf hingewiesen, falls ein Hund z.B. alt ist oder krank war und nur eingeschränkt ausgeführt werden kann.

 

Gehe ich eine Verpflichtung ein, wenn ich vorbeischaue?
Nein! Gassigehen ist eine ehrenamtliche Tätigkeit und jeder investiert soviel Zeit, wie er möchte! Wir freuen uns über jeden, der kommt, ob dies 2x Woche oder auch nur 2x im Monat ist.

 

Wo kann ich Gassigehen?
Um das Tierheim herum gibt es wunderschöne Wege, die Sie nutzen können. Vorbei an Kuh- und Schafweiden, Pferdekoppeln oder einfach durch den Wald. Fragen Sie im Tierheim, wenn Sie sich nicht auskennen, jeder wird Ihnen hier gerne seinen Lieblingsweg verraten!

 

Darf ich Leckerlis füttern während des Spaziergangs?
Grundsätzlich gilt wie bei jedem Hund: ja, aber nicht übertreiben! Und fragen Sie bei der Hundeausgabe, ob der Hund vielleicht Unverträglichenkeiten hat oder aus sonstigen Gründen eine Diät einhalten muss.

 

Ich habe mich beim Gassigehen in den Hund verliebt und möchte ihn behalten. Was muss ich jetzt tun?
Prinzipiell: erstmal sicher sein, dass man sich wirklich einen Hund anschaffen möchte! Wenn dann bleibendes Interesse besteht: Einfach das Tierheimpersonal ansprechen, dann erfahren Sie, wie es weitergeht!

 

Und nun: Viel Spass beim Gassigehen, nicht nur für die Hunde eine schöne Freizeitbeschäftigung!