Finn

Bordercolliemix, unkastrierter Rüde, geb. 2009

Unser Finn ist nicht nur besonders gutaussehend, sondern auch sehr intelligent und in den richtigen Händen sehr gehorsam.

Er beherrscht alle gängigen Grundkommandos wie Sitz, Platz, Fuß und auch ein paar Kunststückchen, wie Pfote rechts, Pfote links, Männchen und Rolle.

Er wurde im Tierheim abgegeben, da es in seinem letzten Zuhause, wo er von Welpe an war, zu Erziehungsproblemen kam, die schließlich in mehreren Schnappvorfällen endeten.

Finn hat schon länger Verhaltensauffälligkeiten gezeigt,wie Futterneid, Knurren, wenn er von der Couch runter sollte und Knurren, wenn ihm ein zu ausgiebiges Streicheln zu viel wurde.

Die Besitzer haben versucht, an diesen Problemen zu arbeiten, was wohl auch ganz gut geklappt hätte, wenn nicht die Eltern, die ein Stockwerk tiefer wohnten, Finn für Fehlverhalten sogar noch belohnt hätten.

Das letzte halbe Jahr wohnte Finn auch dort, da es dem Paar der Kinder wegen mit Finn zu gefährlich wurde. Dort wurde gar nichts mehr mit ihm gemacht, er wurde nur noch in den Garten gelassen.

Vor ein paar Jahren ließ man auch einen selbsternannten Hundetrainer kommen, um an Finns Problemen zu arbeiten.

Dieser „ Trainer“ , ein gewisser Benno B., machte den Besitzern weiß, dass es keine andere Möglichkeit gäbe, Finn Knurren und Bellen abzugewöhnen, indem er dem Hund via Stromhalsband in den entsprechenden Situationen Stromstöße verpasste.

 

 

DAS IST VERBOTEN!!! DAS IST TIERQUÄLEREI!!!! DAS IST GEFÄHRLICH!!!!
 

 

Wie kann man einem Hund mit Gewalt ein so wichtiges Kommunikations und Warnsignal abtrainieren  wollen????

Im schlimmsten Fall warnt der Hund nämlich beim nächsten Mal nicht mehr vor, sondern beißt direkt!!!

Zum Glück für alle Beteiligten war dieser Benno B. bei Finn mit seiner „Trainingsmethode“ nicht erfolgreich.

Finn warnt ausreichend vor, wenn ihm etwas zu viel wird oder er unsicher wird oder ihn eine Situation beängstigt.

Generell halten wir Finn für keinen besonders schwierigen Hund, er ist eher unsicher und braucht deshalb klare Verhaltensvorgaben.

Man sollte viel am Vertrauensaufbau mit ihm arbeiten und ihm klare Regeln vorgeben.

Er lässt sich eher mit klaren Worten als mit körperlicher Einschränkung leiten und er muss wieder

lernen, dass das, was heute gilt, morgen auch noch gilt.

Er ist wirklich ein supertoller Hund und Menschen, die über Hundeerfahrung verfügen, keine Kinder haben und gewillt sind, mit ihm zu arbeiten, werden mit ihm überglücklich werden.

Sobald er sich eingewöhnt hat, kann er auch problemlos ohne Leine laufen.

Mit Hündinnen ist er gut verträglich, ohne aufdringlich zu werden und den meisten Rüden geht er schon von sich aus aus dem Weg.

Er ist topfit, geht für sein Leben gerne spazieren und spielt sehr gerne. Leider ausschließlich mit Stöckchen.

Schwimmen zählt auch zu seinen Leidenschaften.

Vor Gewitter hat er Angst, in diesem Zusammenhang ereignete sich auch der letzte, der einzig richtige, Beißvorfall.

Wenn er ein Geschirr anziehen soll, fühlt er sich sehr unwohl, evtl. gab es da mal schlechte Erfahrungen.

Finn ist zu 100% stubenrein und kann bei entsprechender Auslastung, bis zu 8 Stunden alleine zuhause bleiben.

In seinem alten Zuhause hat Finn mit einer Katze zusammen gelebt.