Madock

Madock, schwarzer Schäferhundmix, nicht kastriert, Alter: 10 bis 12 Jahre, aber topfit!!!!

 

Unser toller Madock entwickelt sich immer mehr zum Notfall!!

Zum einen läuft dem armen Kerl einfach die Zeit weg und zum anderen stresst ihn das Leben im Zwinger immer mehr.

Vor lauter Stress bellt er viel, ist immer gehetzt und hat oft Durchfall. Für ihn, der immer in einer Familie gelebt hat, allen Menschen sehr zugetan ist und wohl auch noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht hat, ist der Verlust seines Zuhauses besonders unerträglich.

Man kann halt nur vermissen, was man auch kennt.

Wäre Madock einer dieser Hunde, die mit einer besonders traurigen Lebensgeschichte aus dem Ausland gerettet wurden, wäre er wahrscheinlich schon längst vermittelt.

Dabei finden wir Madocks Geschichte auch sehr traurig. Und so wie ihm, geht es dutzenden von Hunden täglich in ganz Deutschland.

Irgendwann mal als Welpe angeschafft, von allen gewollt und über Jahre geliebt, den Kindern ein lieber Spielpartner, immer ein treuer Gefährte, nie was falsch gemacht, immer brav und doch wurde man ihm irgendwann überdrüssig und wollte ihn nur noch loswerden.

Die ganzen Gründe, die die Leute angeben, wie z. B. Trennung, Umzug, Zeitmangel, Arbeitsplatzwechsel, nach Jahren auf einmal überfordert,  sind in den meisten Fällen einfach vorgeschobene Gründe.

Auf Deutsch gesagt: Die Leute haben einfach kein Bock mehr auf ihr ehemals geliebtes Haustier!

Keine Lust, Zeit oder Geld in ihr Tier zu investieren, keine Lust, in ihrem so bequemen Leben nur wegen dem Tier Einschränkungen hinzunehmen.

Im Gegenteil, wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Leute ihrem Hund keine Träne nachweinen, während der Hund am Boden zerstört ist und Wochen oder gar Monate braucht, sich mit der neuen Situation (23 Stunden am Tag im kahlen Zwinger, lauter fremde Menschen und Hunde und noch vieles mehr) abzufinden.

Madock hat nie etwas falsch gemacht, weder in seinem alten Zuhause, noch bei uns.

Und es muss doch auch jedem klar sein, dass sich ein Hund auf einer Pflegestelle, in deren Genuss überwiegend Auslandshunde kommen, 1000% besser präsentiert, als ein Hund, der seit Monaten im Zwinger sitzt und nicht weiß, ob, wann, mit wem und wie lange er raus kommt.

Ja, Madock ist hochgradig gestresst und das merkt man natürlich direkt.

Er zieht an der Leine, er bellt, er gerät in Erregung beim Anblick anderer Hunde und dadurch , dass jeden Tag  jemand anderes mit ihm rausgeht, hat er natürlich wenig Ruhe, sich auf Interessenten einzulassen.

Aber er ist immer lieb, zu allen Menschen einfach nur lieb.

Er war beim Tierarzt lieb und hat sich ohne Probleme über Wochen die Ohren spülen lassen.

Er ist nicht futterneidisch und fährt gerne Auto.

Er hat eine Schilddrüsenunterfunktion, ist aber medikamentös gut eingestellt.

Es tut uns im Herzen weh, ihn immer wieder in den Zwinger zurücksetzen zu müssen.

Und da wir nicht wollen, dass Madock diese für ihn unerträgliche Situation noch weiter ertragen muss oder gar im Tierheim sterben muss,  würden wir ihn auch auf eine Pflegestelle vermitteln.

Das heißt in dem Fall, dass das Tierheim weiter die Kosten für seine Medikamente oder die Tierarztkosten, die evtl. aufgrund seines Alters auf die neuen Besitzer zukämen, übernehmen würde.

Mit Rüden ist Madock nicht verträglich, ob es mit einer netten Hündin klappen würde, müsste man dann außerhalb des Tierheimstresses ausprobieren.

Ob es mit Katzen funktionieren würde, wissen wir nicht, es könnte aber gut sein, da er bei uns auf Katzen nicht reagiert.

Er ist stubenrein und ein paar Stunden alleine zu Hause, machen ihm sicherlich nichts aus.