Das heutige Türchen teilen sich die Glücksfelle Paddy & Pablo und Schnurrbert:
Eines Tages bekam ich eine Nachricht, dass in der Quarantänebox der kleine Paddy sitzt, 5 Monate alt, mit dickem Bauch voller Flüssigkeit. Er hatte FIP. Nähere Infos über diese Krankheit bei Katzen sowie über Behandlungsmöglichkeiten findet ihr ganz unten in diesem Türchen. Ich bin sofort ins Auto mit dem Medikament in der Tasche. Sofort bin ich durch in die Quarantäne und habe das Medi verabreicht.
Im gleichen Moment kam der Anruf von der Tierklinik Elversberg, es ging um Pablo. Etwa so alt wie Paddy, auch mit FIP. Es war sehr glatt an diesem Abend und die Pflegestelle, in der Pablo untergebracht war, kam nicht zum Tierheim durch. Ich wollte auch ihn sofort behandeln. Also ab ins Auto und bei glatter Fahrbahn so schnell es ging zur Tierklinik.
Aufgeben? Keine Option! Irgendwann endlich angekommen,schnappte ich mir Pablo sofort, ging mit ihm zur Toilette und verabreichte auch ihm sofort das Medikament. Wegen des Wetters entschloss ich mich, ihn an diesem Abend nicht mehr ins Tierheim zu bringen, sondern ihn mit zu mir nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen, nachdem ich nachts überhaupt nicht schlafen konnte, weil ich mir Gedanken machte, ob das Tierheim die Behandlung von der Zeit her schaffen würde, oder ob beide bei mir nicht besser aufgehoben wären. Also morgens aufgestanden und es stand fest: Ich würde Pablo nicht zurückbringen, sondern Paddy dazu holen. Gesagt - getan: hochgefahren und Paddy geholt. Was soll ich sagen - es sah für beide nicht besonders gut aus. Aber nach 84 Tagen Behandlung und viel Verwöhnen ging es ihnen einfach nur super. Paddy, der solch einen dicken gefüllten Bauch hatte,dass er fast nicht laufen konnte, und Pablo, der kaum was fressen wollte.
Da beide so aneinander gewöhnt waren und es zwischen meinen und ihnen so gut klappte, entschied ich mich, beide zu adoptieren. Danke an der Stelle an die ehemalige Pflegestelle von Pablo, die ihn so sehr liebten, dass sie ihm die Chance gaben weiterzuleben. Leider werden noch immer zu viele Katzen mit FIP eingeschläfert, da auch die Ärzte nicht genug informiert sind. FIP ist heilbar und es ist nie zu spät, es zu versuchen. Auch Paddy sollte eingeschläfert werden. Jetzt sind beide gesund und voller Leben.
Paddy:
Pablo:
Ich bin Schnurrbert und ich mache mir die Welt, wir sie mit gefällt. Und genau das brachte mich zurück ins Tierheim. Eigentlich wurde ich Ende 2024 in ein neues Zuhause vermittelt, kam jedoch Anfang 2025 aus der Vermittlung zurück, da ich mein Königreich nicht teilen will. Teilen UND herrschen ist eher nicht so meine Sache, ich brauche ein Königreich mit "Untertanen" ganz für mich alleine. Und genau das machte es auch nicht so einfach, ein neues geeignetes Zuhause für mich zu finden. Ich habe klare Vorstellungen, wie mein zukünftiges Zuhause aussehen soll. Auch wenn ich alle mit meinem Charme ganz schnell um die Pfote wickeln konnte, denn mein Name ist Programm, dauerte es, bis es jemanden gab, der bereit war, mir all meine Wünsche zu erfüllen. Mittlerweile habe ich mein eigenes Reich gefunden und klopfe immer ans Fenster, wenn ich nach meinen Rundgängen wieder reingelassen werden möchte. Und so lange ich im Tierheim war, forderte ich mir jegliche Aufmerksamkeit ein, indem ich die Mitarbeiter an der Arbeit hinderte, damit ich ganz viel geschmust werde. So entstand auch das Bild, wo ich im Putzeimer sitze. Denn nichts ist schöner, als geschmust und gestreichelt zu werden, und diese Begeisterung tue ich mit superlautem Schnurren auch immer kund.
Schnurrend charmante Grüße von eurem Schnurrbert
70% der Katzen tragen das Feline Coronavirus in sich. Bei 5 % bis 7 % der Katzen mutiert es und wird zur FIP. Auslöser können u. a. sein: Stress, Impfung, Kastration, Spoton und verschiedene Medikamente. Oft ist FIP leider schwer von Tierärzten zu diagnostizieren. Steht die Diagnose, wird meist zur Euthanasie geraten.
Es gibt verschiedene Formen von FIP, wobei oft Mischformen auftreten:
FIP ist nicht ansteckend für andere Tiere oder Menschen. In einem Haushalt mit mehreren Katzen sollte nur darauf geachtet werden,dass die erkrankte Katze nach einer Punktion ca. 5 Stunden von den
anderen Katzen getrennt wird. Das Punktat ist HOCH ANSTECKEND!!!
Doch FIP ist HEILBAR!!!
Sprecht uns gerne darauf an, wir helfen euch weiter!!!
Ansprechpartnerin: Nadja Peter